Energiewende

Je mehr ich weiss, desto weniger will ich wissen …
Verschiedene Quellen

 

René Weiersmüller: Unredlichkeiten um CO2-Abgabe. Tagesanzeiger (2. Juni 2009).
Als Lenkungsabgabe hätten die Gelder aus der CO2-Abgabe an die Bevölkerung zurückvergütet werden müssen. Um Anreize für Gebäudesanierungen zu schaffen, werden Teile dieser Einnahmen entgegen den ursprünglichen Zusicherungen für entsprechende Subventionen abgezweigt. Die Eigentümer von Mietliegenschaften gehen allerdings leer aus, da sie die Subventionen an die Mieter weitergeben müssen. Anstelle eines Anreizes hat der Vermieter folglich nur eines, nämlich Umtriebe und Bürokratie.

René Weiersmüller: Atomausstieg und Solarenergie. Zürichsee-Zeitung (11. November 2011).
Im Winter zuwenig, im Sommer zuviel Solarstrom – dieses Problem ist nicht unlösbar, aber nahezu unbezahlbar. Die von den Umweltverbänden kürzlich verbreiteten Kosten eines Atomausstieges von fünf Franken je Haushalt und Jahr werfen ein schiefes Licht auf die Fachkompetenz oder dann auf die intellektuelle Redlichkeit der Umweltverbände.

René Weiersmüller: Der Atomausstieg ist nur schwer zu schaffen. Basler Zeitung (24. Februar 2013).
Den Interessenvertretern sowie einigen Politikern ist beizupflichten – die Energiewende ist zweifellos durchführbar. Was deren Propaganda allerdings verschweigt oder zumindest verniedlicht, sind die nur mit grossem finanziellen Aufwand zu lösenden Probleme einer Kehrtwende. Ob der Bürger bereit ist, dies zusätzlich zu den Zwangsmassnahmen in der Art einer sozialistischen Planwirtschaft zu tragen, wird sich weisen.

René Weiersmüller: Denkfehler bei Fördergeldern. Zürichsee-Zeitung (13. August 2013).
Die tragenden Säulen der Energiewende sind die Fördergelder. Diese Fördergelder-Strategie ist jedoch nicht ganz unproblematisch.

René Weiersmüller: Der von den Stromlieferanten verrechnete Aufpreis für Ökostrom ist Abzocke. Tagesanzeiger (4. Dezember 2013).
Um den Ausstieg aus der Atomkraft zu beschleunigen, sollen im Kanton Zürich die Stromverkäufer per Dekret gezwungen werden, als Standardprodukt einen AKW-freien Strom anzubieten. Mit dieser Rosinenpickerei werden aber vor allem die Einnahmen aus dem Stromverkauf maximiert.

René Weiersmüller: Ein Volk im Würgegriff der Energiewende. Basler Zeitung (21. Januar 2014).
Mit einer Studie liess das Bundesamt für Energie (BFE) die Wirkung von Fördergeldern zur Erhöhung der Energieeffizienz berechnen. Durch die alleinige Zuordnung des Nutzens auf diese Fördergelder wird jedoch dem Bürger Sand in die Augen gestreut, sind doch die Auswirkungen vor allem auf die rund zwanzig Mal höheren Investitionen der Bauherrschaft zurückzuführen und nicht auf den praktisch vernachlässigbaren Zuschussbeitrag. Geflissentlich wird ebenfalls übergangen, dass fast alle Vorhaben auch ohne Fördergelder realisiert worden wären.

René Weiersmüller: Der Strommix ist immer derselbe. Zürichsee-Zeitung (6. Mai 2014)
Ob Atomstrom oder Naturstrom bestellt und bezahlt wird, der gelieferte Strommix ist immer derselbe. Mit dieser ideologischen Rosinenpickerei werden folglich lediglich die Einnahmen optimiert sowie das Selbstwertgefühl weiter vertieft.

René Weiersmüller: Mit der solaren Wärmeerzeugung zur Energiewende. Die Südostschweiz (24. Mai 2014).
Bei günstigen Bedingungen kostet die solare Trinkwarmwassererwärmung rund doppelt so viel wie die Bereitstellung
mit einem elektrisch betriebenen Boiler. Nachteilig ist ferner, dass bei der allgemeinen Stromknappheit im Winter der solare Ertrag bescheiden ist. Dem gegenüber fällt die Sonnenwärme zum grössten Teil im Sommer zu Zeiten von Stromüberschüssen an. An sonnigen Tagen ist zudem der theoretische Ertrag wesentlich höher als der Bedarf – das Überangebot verpufft ungenutzt.

René Weiersmüller: Energiewende wird teuer. Finanz und Wirtschaft Nr. 65 (20. August 2014).
Im Sommer 2011 behaupteten Umweltverbände, der Atomausstieg koste lediglich fünf Franken pro Jahr und Haushalt. Mit den heutigen Ansätzen (Sommer 2014) zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) von 1.1 Rp. je kWh bezogenem Strom sind diese Umstiegskosten innerhalb dreier Jahre bereits auf das zehnfach, also auf 50 Franken pro Jahr und Haushalt gestiegen. Anzeichen für einen Atomausstieg sind trotzdem immer noch nirgends auszumachen. Dagegen fordern Umweltverbände jetzt eine Erhöhung der KEV auf 2.3 Rp./kWh (entspricht Mehrkosten von rund 100 Franken pro Jahr und Haushalt) sowie eine zusätzliche Abgabe auf Strom aus Uran, Kohle und Gas. Es werden nicht die letzten Forderungen der Ausstiegslobbies sein. Wetten?

René Weiersmüller: Hokuspokus Energiewende. Basler Zeitung (1. Dezember 2014).
Bei der Energiewende streuen heute ganze Seilschaften von Interessenvertretern dem Volk Sand in die Augen. Ausser den direkten Profiteuren beteiligen sich in vorderster Front auch diejenigen an den Täuschungsmanövern, welche eigentlich die Interessen des Volkes wahrnehmen sollten, nämlich die von ebendiesem Volk gewählten Politiker.

René Weiersmüller: Atomausstieg nicht in Sicht. Tages-Anzeiger (4. Dezember 2014)
Die Energiewende wird zum Fass ohne Boden: Um das Volk einzuseifen, behaupteten Umweltverbände 2011, der Atomausstieg sei für lediglich fünf Franken pro Haushalt und Jahr zu haben. Zusammen mit den zwangsverordneten energetischen Gebäudesanierungen dürften die Kosten der Wende jedoch deutlich über 1000 Franken je Haushalt und Jahr liegen. Es ist unvorstellbar, dass das den Wendeaktivisten fremd ist.

René Weiersmüller: Energiewende nach Zürcher Art. (21. Januar 2015).
Die Stadt Zürich macht es auf intellektuell unehrliche Art vor, wie sich Atomstrom buchhalterisch in Ökostrom verwandelt.

René Weiersmüller: Umweltfreundliche Elektroautos? Zürichsee-Zeitung (5. Februar 2015).
Im Winter importiert die Schweiz zur Hauptsache dreckigen Braunkohlestrom. Jeder Mehrverbrauch im Winter – ob wegen Elektroautos oder des ÖVs – belastet somit die Luft mit Dreck und CO2.

René Weiersmüller: Energiewende – ein Jekami der Interessenvertreter? (14. Februar 2015).
Unter dem Vorwand des Bürgerwohls wird das Volk durch ihre eigenen Repräsentanten in den Parlamenten kräftig gemolken.

René Weiersmüller: Saubere Elektrofahrzeuge? (12. März 2015).
Eine erweiterte Fassung des Textes «Umweltfreundliche Elektroautos?» vom 5. Februar 2015.

René Weiersmüller: Mit Lenkungsabgaben ist die Energiewende nicht finanzierbar! (14. März 2015). Text als Zuschrift an die NZZ vom 29. September 2015.
Mit Lenkungsabgaben lässt sich zwar das Benutzerverhalten beeinflussen, aber keine Energiewende finanzieren.

René Weiersmüller: Ein weiteres «Buebetrickli»? Zürichsee-Zeitung (19. Juni 2015).
Wird der Ertrag einer Lenkungsabgabe auf Energieträger wie vorgesehen vollständig der Bevölkerung zurückerstattet, müssen die finanziellen Löcher der Energiewende anderswie gestopft werden. Anders gesagt, der Ersatz von Förderbeiträgen und Subventionen durch Lenkungsabgaben beruht auf einer kapitalen Fehlüberlegung. Ob solcher Unsinn absichtlich oder unabsichtlich unter dem Volk verbreitet wird, sei dahingestellt, lässt aber mit Blick auf das zukünftige Vorgehen bei der Energiewende Zweifel an der intellektuellen Redlichkeit und/oder der fachlichen Kompetenz der Verantwortlichen aufkommen.

René Weiersmüller: Energiewende auf intellektuell fragwürdige Art. Text Leserbrief im ZürcherUnterländer (2. Oktober 2015).
Ein Zürcher Nationalrat hat sein Vierfamilienhaus für 1.5 Mio. Franken so saniert, dass nun mittels Sonnenenergie im Jahresdurchschnitt mehr Strom als benötigt produziert wird. Nach seiner Ansicht hat er damit den Beweis erbracht, dass die Energiewende umsetzbar ist.

René Weiersmüller: Energiewende – ein Murks? Basler Zeitung (7. Oktober 2015).
Gängige Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen setzen auf die vollständige Nutzung des produzierten Solarstroms. Mit zunehmender Verbreitung von Solaranlagen und dem Fehlen von adäquaten Speichermöglichkeiten müssen jedoch jene im Sommer wegen Überlast vermehrt vom Netz genommen werden. Dieser Widersinn führt zu einem erheblichen Ertragsverlust. Je nach Randbedingungen kann dies jährlich 50 oder mehr Prozent ausmachen.

René Weiersmüller: Kopflose Energiewende. Die Südostschweiz (25. November 2015).
Um während den sonnenarmen Monaten November bis Februar die Hälfte der Leistung aller Schweizer Atomkraftwerke zu ersetzen, bräuchte es etwa 150 km² Solarpanels.

René Weiersmüller: Solarstrom taugt nicht zum AKW-Ersatz. Finanz und Wirtschaft (24. Februar 2016).
Dass die durch Solarsubventionen verursachte Fehlentwicklung dereinst durch weitere Subventionen korrigiert wird, ist nicht auszuschliessen.

Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Zürcher Zeitung:
René Weiersmüller: Die Crux mit dem Eigenstrom. Neue Zürcher Zeitung (14. Mai 2016).
Die solare Eigenstromerzeugung ist nicht ganz problemlos. Unter bestimmten Bedingungen können Kleinanlagen zwar wirtschaftlich betrieben werden. Dies insbesondere dann, wenn das Stromnetz als unentgeltlicher Puffer dient. In Zukunft dürfte das aber mit zunehmenden Schwierigkeiten verbunden sein.

Ein aufschlussreicher Briefwechsel mit dem Eidg. Finanzdepartement EFD resp. dem Bundesamt für Energie BFE

Schreiben vom 17.02.2016 an das EFD:
Da der Ertrag der Lenkungsabgabe zurückerstattet werden soll, erfordere die horrenden Mehraufwendungen einer Energiewende die teilweise Zweckentfremdung der Lenkungsabgabe zur­ (Teil)Finanzierung der Wende oder dann die Erschliessung zusätzlicher Geldquellen.

Antwort EFD vom 11.03.2016:
Schemabrief mit zeitlichem Ablauf der Wende.

Schreiben vom 08.06.2016 an das EFD:
Detailliert begründete Vorbehalte zu den Fördermassnahmen im Gebäudebereich, zur Fotovoltaik sowie neun konkrete Fragen bezüglich Finanzierung der Wende.

Antwort BFE vom 07.07.2016:
Unverbindlicher Text ohne klare Stellungnahme. Eine (grundsätzlich marktwirtschaftlich) organisierte Energieversorgung sei Sache der Energiewirtschaft. Bund und Kantone setzen lediglich die Rahmenbedingungen, weshalb der Vorwurf der Planwirtschaft nicht nachvollziehbar sei.

Schreiben vom 14.08.2016 an das BFE:
Weiterer Schriftwechsel erübrigt sich. Immerhin sei mit Blick auf die diffusen Stellungnahmen erkennbar, dass die zuständigen Stellen nicht bereit sind, dem Volk hinsichtlich den finanziellen Folgen der Wende die volle Wahrheit zu sagen.

René Weiersmüller: Schöngeredeter Solarstrom. Politblog Tagesanzeiger (14. November 2016).
Siehe auch die ungekürzte Fassung des Textes sowie die Replik von Giordano Pauli vom 22. November 2016.
Gemäss Energiestrategie 2050 sollen bis 2035 jährlich rund 11 Terawattstunden (TWh) Atomstrom durch Solarstrom substituiert werden. Der Solarstrom fällt aber nur tagsüber an, im Sommer zudem mit exorbitanten Leistungsspitzen. Zusammen mit der laut Tabelle geringen Winterproduktion sind Vergleiche auf der Basis von Jahresmittelwerten folglich unzulässig. Er erinnert an den Rattenfänger von Hameln.

René Weiersmüller: Energiewende mit solaren Kuckuckseiern? Zürichsee-Zeitung (17. November 2016).
Bei dem Ersatz der Atomkraftwerke sind nicht die Kosten der dazu nötigen Solarpanels das Problem, sondern die sehr viel teureren flankierenden Massnahmen zur möglichst weitgehenden Nutzung des Solarstromes. Dazu gehören insbesondere Vorkehrungen zum Erhalt der Netzstabilität, fallen doch an einem sonnigen Sommertag Stromleistungen bis 25 GW entsprechend rund dem 25-fachen des AKW Gösgen bei Vollast an.

René Weiersmüller: Unsinnige Umfrage zum Resultat der Atomausstiegsinitiative (20. Dezember 2016).
Anhand einer Umfrage sind Professor Rolf Wüstenhagen und der Politikwissenschafter Adrian Rinscheid von der Universität St. Gallen zum falschen Schluss gekommen, alte Männer mit mangelhaftem Wissen seien Ursache für das negative Abstimmungsresultat.

René Weiersmüller: Bundesrätliche Desinformation als Strategie. Basler Zeitung (30. Januar 2017).
Laut Bundesrätin Doris Leuthard kostet die Energiestrategie lediglich 14 bis 18 Milliarden Franken für den Ausbau des Stromnetzes und – zeitlich befristet – pro Haushalt jährlich 115 Franken für den Netzzuschlag. Unbekannt ist, ob solche falschen Zahlen absichtlich (aus politischen Gründen) oder unabsichtlich (mangels Fachkompetenz) verbreitet werden. Eigentlich egal – beides ist inakzeptabel.

René Weiersmüller: Die Sachzwänge sind kostspielig. Aargauer Zeitung (31. März 2017).
Der Teilumbau der Schweizer Stromversorgung auf Solarstrom wird ein Mehrfaches dessen kosten, was Politik und Interessenvertreter angeben. Zudem dürfte eine Planwirtschaft unvermeidbar sein.

René Weiersmüller: Solarstrom als teures Kuckucksei. Neue Zürcher Zeitung (22. April 2017).
Dank Zuschüssen der Allgemeinheit sind Solarstromanlagen für die Betreiber meist rentabel. Die Einspeisung grosser Mengen an Solarstrom erfordert jedoch zwingend mehrfach teurere Massnahmen zum Erhalt der Netzstabilität. Dass dafür ebenfalls die Allgemeinheit aufkommen muss, wird weitgehend verschwiegen.

Replik von Roger Nordmann: Solarstrom, die ideale Ergänzung. Neue Zürcher Zeitung (6. Mai 2017).
Schon die ersten beiden Sätze der Replik «Solarstrom, die ideale Ergänzung» von Roger Nordmann, SP-Fraktionschef und Präsident von Swissolar entlarven den Verfasser als intellektuell unredlichen Wortverdreher: Mit meinem Gastkommentar «Solarstrom als teures Kuckucksei» in NZZ vom 22. April wolle ich weismachen, ein verstärkter Ausbau des Solarstromes sei nicht machbar. Und ich ginge davon aus, dass das bundesrätliche Szenarium von jährlich 11 Terawattstunden neue erneuerbare Energien bis 2035 mangels verfügbaren Flächen für Solaranlagen nicht zu erreichen sei.
Beides ist – anständig ausgedrückt – völlig aus der Luft gegriffen und ich frage mich, ob Roger Nordmann meinen Text überhaupt bis zum Schluss gelesen hat. Wohl eher nicht, denn dort steht die Quintessenz: «Zusammen mit einer Planwirtschaft nach sozialistischem Muster ist die Energiewende durchführbar. Ob ein informiertes Volk dem zustimmen wird und bereit ist, diese riesigen Kosten zu übernehmen, wird sich weisen.»

René Weiersmüller: Energiegesetz. Finanz und Wirtschaft Nr. 35 (6. Mai 2017).
Mit den mittlerweile von der Politik auf 40 Franken je Haushalt und Jahr heruntergerechneten Kosten der Energiestrategie 2050 wird das Volk vom Bundesrat einmal mehr hereingelegt.