Waldsterben

 

Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Quelle (des Übels).
(Herkunft unbekannt)

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Walter R. Müller (René Weiersmüller): Waldsterben durch Luftverschmutzung? Schweizerische Handelszeitung.
1. Teil (28. Feb. 1985) 
2. Teil (07. März 1985)
Mit dieser Arbeit wurde auf bisher in der Waldsterbediskussion kaum genannte Aspekte und Ungereimtheiten in der Beweisführung hingewiesen. Es war die erste längere Publikation einer Artikelserie des Autors zum Waldsterben in  diversen Zeitungen. Ein Pseudonym wurde gewählt, damit kein Profilierungsmotiv unterstellt werden konnte und das Angestelltenverhältnis bei der Öffentlichen Hand nicht unnötig strapaziert wurde. Der Abdruck des Textes unter Pseudonym in einer nicht von bestimmten Interessen gesteuerten Zeitung wurde dadurch noch schwieriger. Zumal sich der Inhalt klar gegen den geballten Mainstream richtete.

abz. (René Weiersmüller): Eine Flut von Widersprüchen macht die Waldfachleute unglaubwürdig. Der Bund (29. November 1985).
Im Zentrum der Kritik stand eine wissenschaftliche Arbeit über Jahrringanalysen, welche angeblich den schädlichen Einfluss der Luftverschmutzung auf den Wald belegen. Unter dem Druck der Ergebnisse dieser Studie beschloss das Parlament 1986 das sogenannte Luftreinhaltekonzept, das heisst eine Rückführung der Schadstoffemissionen auf den Stand von 1950 resp. 1960. Im Nachhinein wurde publik, dass der ursprüngliche Zweck diese Studie ein ganz anderer war und die Arbeit ohne Wissen des Verfassers von Seiten der Wissenschaft zum Beweis für ein Waldsterben umgedeutet wurde. Der eigentliche Verfasser der Studie hat sich später öffentlich von der manipulierten Version distanziert.

Walter R. Müller (René Weiersmüller): Ursache der Schäden – die Beweise hinken. Aargauer Woche (03. Jan. 1986).
Es werden Zweifel an der Existenz eines grossflächigen Waldsterbens angebracht und damit auch an der  Luftverschmutzung als Ursache.

wrm. (René Weiersmüller): Waldsterben durch Luftverschmutzung – Tatsache oder Glauben? LiZ Limmat Zeitung (14. März 1986).
Beleuchtet werden die durch Medien angeheizte Eigendynamik des Waldsterbens sowie die verschiedenen Interessenlagen. Massiv kritisiert wird aber auch der Auslöser der Hysterie durch ein übles Machwerk, nämlich der 1984 vom Bundesamt für Umweltschutz (BUS) in kürzester Zeit aus dem Boden gestampfte „wissenschaftliche“ Bericht «Waldsterben und Luftverschmutzung»

(René Weiersmüller): Belegen jahrringanalytische Untersuchungen ein Waldsterben? Waldsterben durch Ozon? Bündner Zeitung (12. April 1986).
Es werden gravierende Mängel an der wissenschaftlichen Beweisführung für ein durch Luftverschmutzung verursachtes Waldsterben aufgezeigt. Dieser Beitrag wäre auch nach mehr als 20 Jahren nur marginal zu aktualisieren.

Walter R. Müller (René Weiersmüller): Waldsterben durch saure Niederschläge? Basler Zeitung (24. April 1986).
Saure Niederschläge wurden lange als eine der wesentlichen Ursachen für das Waldsterben angesehen. Warum das eher unwahrscheinlich ist, wird in dem Beitrag aufgezeigt.

L.B. (René Weiersmüller): Waldsterben: Haben die Förster versagt? Tagesanzeiger (20. Mai 1986).
Eine Zuschrift mitsamt einer Stellungnahme des Bundesamtes für Forstwesen.

René Weiersmüller: Waldsterben: Aussagekraft üblicher Schadenangaben. Eine kritische Beleuchtung der Waldsterbeentwicklung 1984-1985 anhand statistischer Gesetzmässigkeiten. Schweizer Ingenieur und Architekt, 51-52 (1986).
Nach dieser Untersuchung hätte das Waldsterben eigentlich schon im Herbst 1985 begraben werden können, hatten sich doch bereits viele als ehemals krank beurteilte Bäume wieder erholt. Mittels statistischer Tricks konnten Amtsstellen diese Tatsache jedoch verschleiern.

René Weiersmüller: Waldsterben: Aussagekraft üblicher Schadenangaben. Eine Replik auf die Stellungnahme von K. Winzeler und D. Mandallaz in SI+A Nr. 27/28 (1987). Schweizer Ingenieur und Architekt, 13 (1988).

  • Gion Caprez, Fritz Fischer, Franz Stadler, René Weiersmüller: Wald und Luft. Eine kritische Untersuchung über die Zusammenhänge zwischen Waldsterben und Luftverschmutzung. Mit einem Gleitwort von Hans Leibundgut. Verlag Haupt, Bern (1987).
    Statt sich ernsthaft mit dem Inhalt dieser Schrift auseinanderzusetzen, reduzierte sich das Interesse der Medien anfänglich vor allem auf die Frage, wer wohl mit wieviel Geld an dieser Arbeit beteiligt gewesen sein könnte. Rund 15 Jahre später wurde das «Waldsterben» offiziell als grosser Irrtum hingestellt. Die in dieser Arbeit dargelegten Thesen stellten sich dabei als weitgehend zutreffend heraus.

Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Zürcher Zeitung:
René Weiersmüller: Waldsterben in der Schweiz – Ursachen und Verlauf. Neue Zürcher Zeitung (27. Juli 1988).
Für eine Vitalitätsverminderung des Waldes kommen viele Ursachen in Frage. Anhand von Bildern kann gefolgert werden, dass sich der Zustand des Schweizer Waldes von 1986 bis 1988 stark verbesserte.

Walter R. Müller*): Stirbt der Wald oder das Waldsterben? Schweizerische Handelszeitung, 23 (7. Juni 1990).
Hinterfragt wird das Resultat einer Studie, wonach der Wald auf den heis­sen Sommer 1983 empfindlicher reagiert habe als früher. Dies als Folge einer Schwächung des Waldes durch Luftschadstoffe. Beschrieben wird ferner, wie eine unheilige Allianz von Amtsstellen das Waldsterben geplant resp. ausgenützt hat – laut der Aussage von einem der amtlichen und wissenschaftlichen Waldsterbeanführer «generalstabsmässig».
*) Durch ein Versehen der Redaktion ist dieser Artikel unter dem früheren Pseudonym des Autors erschienen.

René Weiersmüller: Stirbt der Wald oder das Waldsterben? Eine Replik auf die Stellungnahme von Prof. Ch. Pfister in Schweizerische Handelszeitung, 28 (12.7.1990). Schweizerische Handelszeitung, 31 (2.8.1990).

René Weiersmüller: Das «Waldsterben» und die Medien. Aargauer Tagblatt (21. Mai 1992).
Es stimmt nachdenklich, wenn im Nachhinein zwar ein Versagen von der Wissenschaft (!), der Politik, dem Forstwesen und den Medien auf der ganzen Linie eingeräumt wird, anderseits aber selbstzufrieden darauf hingewiesen wird, was alles mit dem Waldsterben plötzlich erreichbar wurde, das sonst unerreichbar gewesen wäre.